Die LAK Bayern sieht Studi­en­fi­nan­zie­rung und Stipen­di­en­we­sen als getrenn­te Berei­che an. Stipen­di­en kommen nur einer sehr klei­nen Grup­pe der Studie­ren­den zugu­te (ob nun als Begab­ten­för­de­rung oder als Ausgleich/Förderung für benach­tei­lig­te Grup­pen), wohin­ge­gen eine Studi­en­fi­nan­zie­rung allen Studie­ren­den dienen muss.

Die LAK Bayern spricht sich grund­sätz­lich für eine eltern­un­ab­hän­gi­ge Studi­en­fi­nan­zie­rung durch den Staat aus, da Bildung eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Aufga­be ist.

Eine gering­fü­gi­ge Auswei­tung des Stipen­di­en­an­ge­bo­tes, um ein brei­tes Studi­en­fi­nan­zie­rungs­kon­zept vorzu­täu­schen, lehnen wir als LAK Bayern ab. Auch den Vorschlag einer direk­ten Betei­li­gung der Wirt­schaft in einem staat­li­chen Stipen­dien­sys­tem lehnen wir ab, da hier­bei die große Gefahr besteht, dass beispiels­wei­se die Geis­­tes- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten vernach­läs­sigt werden und nur wirt­schaft­lich verwert­bar schei­nen­de Studi­en­rich­tun­gen im Fokus stehen.

Stipen­di­en haben ihre Berech­ti­gung, um beson­ders begab­te Studie­ren­de zu fördern, wobei die Bega­bung breit defi­niert werden soll­te (sport­lich, musisch, fach­lich, gesell­schaft­lich enga­giert, etc.). Deswei­te­ren sind Stipen­di­en als geziel­te Förder­instru­men­te denk­bar, zum Beispiel in der Frau­en­för­de­rung, Migran­tIn­nen­för­de­rung oder Förde­rung bestimm­ter fach­li­cher Bereiche.

Posi­ti­on

Landes-ASten-Konfe­renz Bayern
c/o Studie­ren­den­ver­tre­tung der LMU
Leopold­stra­ße 15
80802 München